
Basel zeigt sich in seiner Tradition
Alljährlich im August, jeweils am ersten Dienstag nach den Sommerferien, findet
das große Basler Rheinschwimmen statt. Start ist oberhalb der Wettesteinbrücke
auf der Kleinbasler Seite. Tausende von Baslern stürzen sich
dann in die erfrischenden Fluten des Rheins. Auch Auswärtige
sind herzlich willkommen! Um keinesfalls auf dieses Vergnügen
verzichten zu müssen, wird bei schlechtem Wetter dieses Großereignis
einfach um eine Woche verschoben. Für Nicht-Schwimmer lohnt
sich alleine schon das Zuschauen.
In der Adventszeit wird Basel zur Weihnachtsstadt. Da zeigt sich
die ganze Stadt im festlichen Kleid. Unter dem Weihnachtsstern am
Barfüsserplatz findet der traditionelle Basler Weichnachtsmarkt
statt, der Menschen aus der ganzen Region in seinen Bann zieht und
eine zusätzliche Einkaufsmöglichkeit in spezieller Ambiance
bietet. Über 150 Stände verteilen sich malerisch rund
um die
Barfüsserkirche
und der Duft nach vielen Leckereien, wie "Hypokras" und
"Läggerli" und die besinnliche Stimmung ist für
Jung und Alt ein Erlebnis. Im Advent erstrahlen auch die großen
Einkaufsstraßen im vorweihnachtlichen Licht einer langen, durchgehenden
Straßenbeleuchtung. Sie führt über die Mittlere Brücke
an den Claraplatz, wo das Weihnachtsschloß die Besucher feierlich
willkommen heißt. Die Straßenzüge der Vorstädte sind
zudem mit schönen Weihnachtsbäumen prachtvoll geschmückt.

Basler Fasnacht – oder wenn eine Kulturstadt den
Verstand verliert.
Die Baslerinnen und Basler sind ein überaus lebenslustiges und
begeisterungsfähiges Volk. Sie feiern die Feste, wie sie fallen.
Wenn sich eine Gelegenheit bietet, wird sie ergriffen. Dann können
sogar die Vorbereitungen zu einem Fest werden. Wie bei der berühmten
Basler Fasnacht, die zwar nur drei Tage dauert, auf die sich die
Stadt aber während 362 Tagen mit viel Herzblut und grenzenloser
Kreativität vorbereitet.
Die Basler Fasnacht ist etwas Besonderes im Vergleich zu allen anderen
Fasnachten, Fastnachten, Faschings oder Karnevals. Die Basler Fasnacht
ist einfach anders.

Die
Fasnacht in Basel dauert 72 Stunden, mit einem markanten Anfang
und einem nicht viel weniger beeindruckenden Abschluss. Am Montag
nach Aschermittwoch erwacht die Stadt mit dem «Morgenstraich».
Wenn von St. Martin, der ältesten Kirche Basels, der Vieruhrschlag
ertönt, werden alle Lichter der Innenstadt gelöscht. Auf
das Kommando der Tambourmajore ertönt in allen Gassen und Straßen
aus Abertausenden von Piccolos die einfache, traditionelle und archaisch
anmutende Melodie des «Morgenstraichs». Im gewohnten
langsamen Gleichschritt setzen sich die Züge in Bewegung. Einzige
Lichtquelle sind die Laternen: die mächtigen Zugslaternen,
auf welchen kunstvoll die aktuellen Themen dargestellt und persifliert
werden, die Steckenlaternen der Vorträbler und die Kopflaternen
auf den Masken eines jeden einzelnen, die oft erkennen lassen, um
welche Clique es sich bei dem gespenstischen Zug handelt.

Die
Bezeichnung «Clique» ist ein Oberbegriff für alle
an der Fasnacht mitwirkenden Gruppierungen. Die ersten Cliquen entstanden
etwa ab Mitte des 19. Jh. aus verschiedenen Basler Vereinen und
Gesellschaften, die das Jahr über kulturelle, sportliche oder
andere gesellige Ziele verfolgten und eines Tages beschlossen, Fasnachtszüge
zu organisieren. Die Mitglieder – früher ausschließlich
Männer, heute mit wenigen Ausnahmen Männer und Frauen
gemischt – stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten
und den verschiedensten Berufsgattungen.
Silvester in Basel
Basel hat an Silvester eine Vielzahl von

Veranstaltungen zu vermelden.
So finden beispielsweise in allen Kleintheatern und auch im Theater
Basel verschiedene Spät-Aufführungen statt, welche um
24 Uhr für ein "Cüpli" unterbrechen, um gemeinsam
ins neue Jahr zu "rutschen".
Zudem finden in den städtischen Konzertsälen eine Reihe von
Silvesterkonzerten oder Tanz-Bällen statt. Die Basler Personenschifffahrt
feiert den Jahreswechsel auf ihren Schiffen mit einem 6-Gänge-Menü,
mit Tanz und Live-Musik bis in die frühen Morgenstunden. Auch
in den verschiedenen Bars, Discos und Pubs finden hauseigene Silvesterpartys
statt.
Besonders erwähnenswert erscheinen uns die folgenden
Veranstaltungen:
Wie jedes Jahr findet auf dem Münsterplatz die Silvesterfeier
mit dem Basler Festival-Orchester statt, welche das alte Jahr um
23.45 Uhr "ausblasen" und nach 24.00 Uhr das neue Jahr
"einblasen". Die Feier auf dem Münsterplatz findet
trotz großem Publikumsaufmarsch jedoch eher in besinnlicher
Atmosphäre statt. Champagner und Gläser werden privat
mitgebracht und untereinander auch gerne offeriert.
Ein Erlebnis ist das Silvesterfeuerwerk über dem Rhein,
welches dank eines privaten Sponsoren dieses Jahr bereits zum dritten
Mal ermöglicht wird. Das Feuerwerk beginnt um 0.20 Uhr (entlang
des Rheins) und dauert ca. 20-25 Minuten. Zudem sind die Besucher
zu einem kostenlosen Glas Glühwein eingeladen.
Am Neujahrstag findet die "Neijoorsaadringedde", organisiert
durch die Zunft "zum goldenen Stern", um 11 Uhr am Dreizackbrunnen
am Münsterberg statt. Dieses Ritual stammt aus einem alten
Brauch: Die alten Basler-Familien pflegten sich am Neujahrstag gegenseitig
zu besuchen und haben zu dieser Gelegenheit ein Getränk namens
Hypokras zu sich genommen. Dieser Mix aus Rot- und Weißwein,
Zucker und Gewürzen Nägeli und Anis wurde kostenlos
aus dem Wasserhahn des Brunnens (Spezialvorrichtung) ausgeschenkt, begleitet
durch Pfeiff- und Trommeltöne der Zunft.