In
gut einer Stunde von den Palmen zum Gletscher hinauf Diese
Behauptung lässt sich durch die Tatsache belegen, dass man von
Palmen (die das milde Klima schätzen) gesäumten Gestaden
des Genfersees in nur 90 Minuten zum ewig verschneiten Diablerets-Gletscher
auf 3000 m über Meer gelangt… Das heißt, man kann
an ein und demselben Tag auf dem Wasser und im Schnee Ski fahren!
Das Genferseegebiet, seit Jahrhunderten ein Verkehrsknotenpunkt,
ist mit seinen Seen, Bergen, seiner Ebene und seinen Weinbergen
eine Schweiz im Kleinen. Hier findet man ein dichtes Verkehrsnetz, das perfekt
in den nationalen öffentlichen Verkehr (einer der höchstentwickelten der Welt) integriert ist.
Schon die Transportmittel allein sind oft eine Attraktion für sich.
Von der Riviera in die Alpen
Montreux
und Vevey, die beiden Perlen der Waadtländer Riviera, bilden
einen Verkehrsknotenpunkt einer ganzen Reihe kleinerer Züge.
In Vevey kann man zum Beispiel den «Rebbergzug» besteigen
und bis Puidoux-Chexbres fahren, oder aber mit der Zahnradbahn auf
den Mont-Pèlerin, einen außerordentlichen Aussichtsbalkon
auf den See, nicht zu vergessen den «Sternenzug» zu
Les Pléiades hinauf, wo der Astronomie-Lehrpfad von Claude
Nicollier liegt. In dieser Gegend ist auch der fabelhafte, in Europa
einmalige Nostalgie-Dampfzug Blonay-Chamby zu Hause… Ab Montreux
klettert eine Zahnradbahn den Berg hinauf bis Les Rochers-de-Naye,
dem höchsten Punkt, mit einer herrlichen Aussicht, dem in den
Fels gehauenen Restaurant «Plein Roc» und seiner weltweit
einzigartigen Attraktion: das «Murmeltierparadies»,
das, wie sein Name besagt, dem beliebten Nagetier einen zauberhaften
Lebensraum bietet.
Montreux ist zudem der Abfahrtsort der MOB-Linie
(Montreux-Berner Oberland-Bahn), die auf der Strecke des berühmten
GoldenPass über Château-d’Œx, Rougemont, Gstaad
und Zweisimmen in ultramodernen Panoramazügen bis nach Luzern
führt. www.mob.ch
Etwas
weiter weg, am Eingang zum Rohnetal, liegt Aigle mit seinem Bahnhof,
von wo nette kleine Bergbahnen Richtung Leysin, Les Diablerets und
Champéry (Kanton Wallis) fahren. Weiter südlich bringt
eine Eisenbahn die Besucher von Bex nach Villars-Bretaye. Bei allen
erwähnten Ortschaften handelt es sich um bedeutende Tourismuszentren,
die vor allem Familien und Sportler ansprechen. www.tpc.ch
Traum-Strecken
Um
das technische und kulturelle Erbe des seit über einem Jahrhundert
bestehenden öffentlichen Verkehrsnetzes des Genferseegebiets
zu würdigen, gibt das Verkehrsbüro des Kantons Waadt (OTV)
eine thematische Broschüre mit dem Titel «Traum-Strecken»
heraus. Neben Eisen- und Bergbahnen werden darin auch verschiedene
Sonderzüge für Gruppen oder aber von den Ferienorten empfohlene
Ausflugsziele (Museen, Schlösser, Naturschönheiten, Aussichtspunkte
usw.) vorgestellt.
Parallel dazu, und um dem Reisenden das Leben zu erleichtern, wurde
ein wirklich einzigartiger, äußerst preisgünstiger
Fahrschein geschaffen, der «Regional Pass Genferseegebiet»,
der an sieben Tagen gültig ist : er bietet an drei Tagen nach
Wahl freie Fahrt auf allen Eisenbahn- und Buslinien und an den vier
übrigen Tagen 50% Ermäßigung.
Winter und Sommersport im « Antistress » Land
Das
Genferseegebiet bietet eine Fülle von Sportmöglichkeiten
an den Seeufern, in den Alpen und im Jura. Die Olympische Hauptstadt
Lausanne ist überdies mit zahlreichen Einrichtungen und Stadien
ausgestattet, von Ouchy, wo alle Wassersportarten vertreten sind,
bis nach Chalet-à-Gobet, Treffpunkt für Wanderer, Reiter,
Mountainbiker und Langläufer. Die wichtigsten Urlaubsorte in
den Alpen sind Château-d’Œx/Rougemont, Les Diablerets,
Leysin/Les Mosses und Villars/Gryon sowie Sainte-Croix/Les Rasses,
St-Cergue und das Vallée de Joux im Jura.
Von
traditionellen Sportarten…
Der Genfersee und die anderen Seen der Westschweiz sind reinste
Wassersportparadiese, die zum Schwimmen, Segeln, Surfen, Wasserski,
Tauchen, Kanu- und Kajakfahren, zu einer Schiffsrundfahrt oder zum Fischen
einladen. Der ganze Kanton ist zudem von gut ausgeschilderten Wander
- und Fahrradwegen durchzogen, die ein riesiges, 2’500 km
langes Wegenetz bilden. Ob Tennis, Squash, Golf, Minigolf, Trampolin
oder Bergsteigen (am Fels oder an der Kletterwand), in praktisch
allen Ortschaften und besonders in den Ferienorten findet jeder
die Möglichkeit, seinen Lieblingsport auszuüben.
Im Winter sind die Waadtländer Alpen und der Jura bei Skifahrern,
Snowboardern, Langläufern und Schneeschuhwanderern sehr beliebt,
und auch Rodeln, Eislaufen, Curling und Schneewanderungen sind geschätzte
Aktivitäten.
...bis
zu Extremsportarten
Einmal mehr besitzt das Genferseegebiet den Vorteil seiner kurzen
Distanzen, die es den Gästen ermöglichen, auf kleinem
Gebiet einem Maximum an Sportarten nachzugehen. Und auch die neuesten
Extrem - und Abenteuersportarten sind hier anzutreffen, je nach
Wunsch atemberaubend oder einfach «Fun». Die Palette
reicht vom Segel - oder Gleitschirmfliegen, Fahrten mit dem Heißluftballon
bis zu Wassersportarten wie Rafting, Hydrospeed und Canyoning, ganz
zu schweigen von Mountainbikepisten in den Bergen, Boardercross,
Skiakrobatik, Freeclimbing, Bungeejumping, Inlineskating und Rutschbahnen...
Die örtlichen Verkehrsbüros haben speziell für junge
Gäste mit kleinem Budget «all inclusive» Pauschalangebote
mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zusammengestellt.
Künstler, Sportler, Politiker...
Die Liste der Künstler und Berühmtheiten, die einige Jahre
ihres Lebens im Genferseegebiet verbracht haben, ist beeindruckend
lang. Darunter sind Komponisten und Musiker zu nennen wie P. I.
Tschaikowsky, Igor Strawinsky, Alfred Cortot, Clara Haskil, Arthur
Rubinstein ; Maler wie Gustave Courbet und Oskar Kokoschka; Schauspieler
und Schauspielerinnen wie Charlie Chaplin, David Niven, Audrey Hepburn,
William Holden und Yul Bryner ; Politiker wie Paul Kruger, Pierre
de Coubertin – der die modernen Olympischen Spiele erneuerte
und den Sitz des IOK 1915 nach Lausanne verlegte – und I.
J. Paderewski (auch Pianist und Komponist) ; Schriftsteller wie
Rousseau, Voltaire, Gibbon, Byron (der «The Prisoner of Chillon»
schrieb), Goethe, Dickens, Victor Hugo, Tolstoi, Hemingway, Cocteau,
Simenon..
Charlie Chaplin verbrachte die letzten 24 Lebensjahre
in Corsier-sur-Vevey, wo er auf seinem wunderbaren Landsitz mitten
im Grünen, dem «Manoir de Ban», von zahlreichen
Hollywoodstars Besuch erhielt. Seine vielköpfige Familie, die
heute noch im Besitz des Grundstücks ist, prägte das öffentliche
Leben dieses oberhalb des Genfersees gelegenen Dorfes. «Charlot»
hat heute seine Statue an der Uferpromenade von Vevey.
Der
große Hollywoodstar Audrey Hepburn, den Kinofans
in Filmen wie «Roman Holidays», «Breakfast at
Tiffany’s» oder «My Fair Lady» bewunderten,
lebte viele Jahre bis zu ihrem Tod im kleinen Dorf Tolochenaz bei
Morges, oberhalb des Genfersees. Der Friedhof dieser Ortschaft ist
zu einem eigentlichen Pilgerort für die Bewunderer der Schauspielerin
geworden, deren Erinnerung im Dorf noch sehr lebendig ist.
Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts tauchen viele illustre Namen
in den Akten der «Einwohnerkontrolle» vieler Gemeinden
des Kantons Waadt auf. Um ihre Intimität zu wahren, verschweigen
wir sie an dieser Stelle.